Eine Tantra-Massage ist eine ganzheitliche Form achtsamer Körperarbeit mit Wurzeln in der fernöstlichen Tantra-Tradition. Sie verbindet bewusste absichtslose Berührung, tiefe Entspannung, Achtsamkeit und bewussten Umgang mit der sexuellen Energie. Im Gegensatz zu klassischen Wellnessmassagen bezieht sie den gesamten Körper ein und lädt dazu ein, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und die natürliche Lebensenergie frei fließen zu lassen.
Sanfte, langsame und meditative Berührungen helfen dabei, körperliche und emotionale Spannungen zu lösen. Mit zunehmender Entspannung können feinere Körperempfindungen und die natürliche sexuelle Lebensenergie bewusster wahrgenommen werden. Im Tantra wird diese Energie als eine grundlegende Lebenskraft verstanden, die Vitalität, Freude, Kreativität und innere Lebendigkeit unterstützt.
Ein wesentliches Merkmal einer Tantra-Massage ist ihre Absichtslosigkeit. Es gibt kein Ziel, das erreicht werden muss, keinen Leistungsdruck und keine Erwartungen. Die Massage dient nicht dazu, etwas zu erzwingen oder auf einen bestimmten Höhepunkt hinzuarbeiten. Vielmehr entsteht ein geschützter Raum, in dem Sie loslassen, sich entspannen und Ihren Körper in seiner Ganzheit, Sinnlichkeit und Lebendigkeit erleben und genießen können.
Jeder Mensch erlebt sie auf individuelle Weise – als tiefe Entspannung, als bewusste Begegnung mit sich selbst oder als Möglichkeit, die eigene Lebensenergie neu zu entdecken.
Hier finden Sie spezifische Informationen, die bei der Tantramassage speziell für Frauen, Männer und Paare wichtig sind.
Das Ziel einer Tantramassage ist es:
- tiefe Entspannung zu erlben und Kontrolle bewusst loszulassen - sich mit eigener Lebens- und Sexualenergie aufzuladen - wieder in die eigene Mitte zu finden und sich wieder zu spüren - sich als Quelle der eigenen Lebens- und Sexuallenergie zu erleben - das POTENZIAL der eigenen Sexualenergie zu ERFAHREN und zu ENTFALTEN - die Verbindung zwischen Beckenraum und Herz wieder herzustellen - die eigene Sinnlichkeit und Lebensenergie zu GENIEßEN - lernen, die eigene Sexualenergie zu verstehen, bewusst zu lenken und zu KULTIVIEREN
Dauer einer Tantramassage:
ca. 2,5 - 3 Stunden
Kosten einer Tantramassage:
280 EUR
Ablauf
Nachdem Sie in meiner schön und komfortabel eingerichteter Praxis angekommen sind, wird ein ausführliches Vorgespräch bei einem Erfrischungsgetränk geführt. Schon beim Vorgespräch können Sie sich durch die gemütliche Atmsophere beim Kerzenlicht, warmer Beleuchtung und schönem Duft entspannen und den Alltag hinter der Tür lassen.
Vor dem Tantraritual reinigen Sie Ihren Körper und bekommen eine bequeme Körperbedeckung (Lunghi/Sarong).
Danach werden Sie von mir rituell begrüßt, in Ihrer Essenz wahrgenommen werden (Transfiguration) und zum Berührungsritual eingeladen.
Der Anfang des Rituals ist sehr sanft. Sie werden allmählich an ganzem Körper auf verschiedene Weise berührt.
Nach und nach wird die Berührung intensiver, damit ein tieferer und engerer Kontakt zu Ihrem Körper entsteht.
Ihre körperlichen Energien werden geweckt, aktiviert und zum Strömen gebracht. Die Berührung wird einmal schneller, einmal langsamer, einmal sanfter, einmal bestimmender, einmal dynamischer, einmal ruhiger, einmal verspielter, einmal heftiger…
Jeder Zentimeter Ihres Körpers wird berührt, durch die Berührung entspannt und verwöhnt.
Phasen der tiefen Entspannung werden mit sinnlichen Phasen abgewechselt, verschiedene Arten und Qualitäten der Berührung (Wasser, Erde, Luft, Feuer) werden angewendet, damit sich der Körper besser entspannt und die Energien ins Fluss gebracht werden.
Am Ende werden Sie dabei begleitet, Ihre aktivierte Lebens-(sexual)energie bewusst wahrzunehmen und zu sublimieren (kultivieren). Danach gibt es Zeit, diesen wunderbaren und oft spirituell empfundenen Zustand bewusst auszukosten.
Nachdem Sie sich wieder erfrischt und bekleidet haben, wird das Geschehene nach Wunsch besprochen und in Ihr Leben integriert.
FAQ:
Darf mein Körper bei der massage mit erregung reagieren?
Ja, die Erregung des Körpers ist sogar willkommen. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Ihre biovitale sexuelle Energie bereits aktiviert worden ist. Jegliche Reaktionen des Körpers werden in der Tantramassage als etwas Natürliches und Authentisches angenommen.
Bin ich bei der massage nackt? bist du nackt?
Sie können so weit nackt sein, wie es Ihnen lieb ist. Natürlich ist es praktischer, einen nackten Körper mit Öl zu berühren und zu massieren, jedoch respektiere ich Ihre Grenzen. Üblicherweise kommt man gerade deswegen zu einer Tantramassage, weil man überall nackt berührt werden kann – aber vor allem bei Frauen kann dies ein Thema des Vertrauens und des Öffnungsprozesses sein.
Ich bin bei der Massage nicht nackt, sondern trage einen Slip. Ich diskutiere nicht gerne darüber, was ich anhabe (da dies für mich auch viel mit Selbstrespekt zu tun hat). Damit ich für Sie gut da sein kann, muss ich mich auch komfortabel fühlen und selber entscheiden, was ich anhabe. Da es aber immer wieder zum Thema wird, möchte ich Folgendes klarstellen:
Sie sollten nicht wegen meiner Nacktheit oder meines Körpers kommen, sondern Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr inneres Erleben richten.
Sie haben während der Massage die Augen geschlossen. Ich unterstütze kein "Kopfkino" bzw. keine erotischen Szenarien. Wenn Sie Ihre Augen öffnen, werde ich Sie immer wieder daran erinnern, den Blick nach innen zu richten.
Trotz des oft erwähnten Arguments, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen, ist es wichtig zu wissen: Ich bin diejenige, die in diesem Setting die Kontrolle und die Verantwortung trägt – was einer „gleichen Ebene“ in diesem Rahmen widerspricht. Ein Setting auf absolut gleicher Ebene wäre eine Selbsterfahrungsaktivität, bei der wir beide TeilnehmerInnen wären. Doch selbst dann müssten Sie respektieren, was ich anhabe.
Wenn ich Ihnen auf gleicher Ebene begegne, dann ist damit die menschliche und spirituelle Ebene gemeint: Ich sehe Sie als ein Wesen, das das gleiche Göttliche und das gleiche Potenzial wie ich in sich trägt.
muss ich mich speziell vorbereiten oder etwas mitnehmen?
Sie müssen sich nicht speziell vorbereiten, oder etwas mitnehmen. Wichtig ist es, dass Sie unmittelbar vor Ihrem Termin nichts schweres essen, keine Bewusstsein ändernde Substanzen konsumieren, sich nicht stark parfümieren oder stark nach Zigarettenrauch riechen. In meiner Praxis können Sie sich duschen und bekommen ein Lunghi zum Bekleiden.
kann ich meinen Termin stornieren?
Kostenlose Stornierung: Bis 48 Stunden vor dem Termin (bei Montagsterminen 72 Stunden) ist eine kostenlose Stornierung möglich.
Stornierungsgebühr: Danach wird eine Stornogebühr von 100 % fällig. Der Termin ist für mich verbindlich.
Verschiebung des Termins: Sie können ihren Termin einmal verschieben, wenn die Meldung bis spätestens 48 Stunden vor dem Termin erfolgt. Bei einer zweiten Verschiebung wird eine Raum- und Bearbeitungspauschale von 80 Euro in Rechnung gestellt. Diese wird beim tatsächlich zustande gekommenen Termin von der Gesamtsumme abgezogen bzw. bei einer weiteren Verschiebung einbehalten.
wie werden meine grenzen respektiert? kann ich jede zeit unterbrechen?
Ihre Grenzen werden im Vorgespräch ausführlich besprochen. Es liegt nicht in meinem Interesse, Ihre Grenzen zu überschreiten, sondern sie zu wahren. Wenn starke Emotionen oder ein Unwohlsein hochkommen, können Sie jederzeit unterbrechen, und ich helfe Ihnen dabei, Ihre Empfindungen zu verarbeiten. Eine Tantramassage kann auch ein Raum für ein Kommunikationstraining über die eigenen Bedürfnisse sein.
ist es in ordnung, wenn ich mit einer tantramassage noch keine erfahrung habe?
Das ist kein Problem. Irgendwann ist immer etwas zum ersten Mal. Ich informiere Sie gerne schon beim ersten Kontakt über alles, was Sie interessiert. Abgesehen davon wird vor dem Berührungsritual ein ausführliches Vorgespräch geführt. Es ist völlig normal, wenn man beim ersten Mal etwas nervös ist. Ich sorge dafür, dass Sie sich wohlfühlen und gut entspannen können. Bei jedem weiteren Mal und durch das gewachsene Vertrauen werden Ihre Nervosität und Unsicherheit mehr und mehr schwinden.
Warum wird tantramassage als ritual angeboten? was ist transfiguration?
Eine Tantramassage ist weit mehr als eine Abfolge von Berührungen. Sie ist eine bewusste Begegnung zwischen zwei Menschen, die von Achtsamkeit, Präsenz und Respekt getragen wird. Rituale verleihen dieser Begegnung einen besonderen Rahmen und schaffen einen geschützten Raum, in dem sich Körper, Geist und Emotionen öffnen können. Die rituelle Begrüßung markiert den Übergang vom Alltag in einen Raum der Stille, der Achtsamkeit und der inneren Einkehr. Sie lädt dazu ein, ganz im gegenwärtigen Moment anzukommen und sich auf die Erfahrung einzulassen. Dadurch kann sich das Erleben vertiefen und neue Zugänge zu sich selbst können entstehen. Ebenso wichtig ist der bewusste Abschluss des Rituals. Ein ritueller Abschied schließt den gemeinsamen Raum achtsam und unterstützt dabei, das Erlebte zu würdigen, zu integrieren und mit neuer Klarheit in den Alltag zurückzukehren. Eine zentrale innere Haltung im Tantra ist die Transfiguration. Darunter versteht man die Fähigkeit, im anderen Menschen nicht in erster Linie seine Geschichte, seine Rolle oder sein äußeres Erscheinungsbild zu sehen, sondern sein innerstes Wesen und seine ihm innewohnende Würde. Diese Haltung schafft einen Raum, in dem Begegnung auf einer tieferen Ebene möglich wird und der Mensch in seiner Ganzheit gesehen und angenommen werden kann.
für wem ist eine Tantramassage geignet?
Eine Tantramassage ist für Frauen, Männer und Paare ab dem 21. Lebensjahr geeignet. Voraussetzung ist, dass Sie sich körperlich und psychisch gesund fühlen. Für eine Tantramassage entscheiden sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen. Viele sehnen sich nach achtsamer, absichtsloser Berührung und einem geschützten Raum, in dem sie zur Ruhe kommen und sich selbst wieder bewusster wahrnehmen können. Andere möchten ihre Körperwahrnehmung vertiefen, ihre sinnliche und sexuelle Energie erforschen oder einen bewussteren und liebevolleren Umgang mit ihrer Sexualität entwickeln. Eine Tantramassage kann auch für Menschen wertvoll sein, die unter Stress stehen, den Kontakt zu ihrem Körper verloren haben oder sich nach mehr Lebendigkeit, Entspannung und innerer Verbundenheit sehnen. Ebenso kann sie Menschen auf ihrem Weg der persönlichen Entwicklung begleiten, indem sie neue Erfahrungen von Präsenz, Vertrauen und Selbstannahme ermöglicht. Die Tantramassage ist kein therapeutischer oder medizinischer Ersatz, sondern ein ganzheitliches Berührungsritual, das Körper, Geist und Seele gleichermaßen anspricht.
Darf ich dich während der massage berühren?
Nein. Während der Tantramassage befinden Sie sich bewusst in der empfangenden Rolle. Das Berührungsritual ist darauf ausgerichtet, dass Sie loslassen, sich entspannen und die Berührungen achtsam wahrnehmen können, ohne selbst aktiv zu werden. Diese Rollenverteilung schafft einen geschützten Rahmen, in dem Sie sich ganz auf Ihre eigenen Empfindungen, Gefühle und Körperwahrnehmung konzentrieren können. So entsteht ein Raum, in dem es nicht um gegenseitige Berührung oder Leistung geht, sondern ausschließlich um Ihre Erfahrung und Ihr Erleben.
Bist du während der massage auch erregt?
Während einer Tantramassage nehme ich die sexuelle Lebensenergie wahr – sowohl bei Ihnen als auch in meinem eigenen Körper. Diese Energie ist ein natürlicher Bestandteil des Rituals und wird weder verdrängt noch bewertet. Wenn ich sie in mir blockieren würde, würde ich den Fluss der Energie allgemein blockieren. Der entscheidende Unterschied liegt in meiner inneren Haltung: Ich lasse diese Energie bewusst durch mich fließen, ohne sie für meine eigenen Bedürfnisse zu nutzen oder persönlich darauf zu reagieren. Meine Aufmerksamkeit bleibt während der gesamten Massage bei Ihnen und Ihrem Erleben. Darüber hinaus bin ich darin geschult, sexuelle Energie zu sublimieren, sodass sie nicht in sexuelle Handlungen umgesetzt werden muss. Durch Ausbildung, Erfahrung und eine klare professionelle Haltung bin ich in der Lage, einen sicheren und achtsamen Raum zu halten. So kann die sexuelle Energie als kraftvolle Lebensenergie wirken, ohne dass sie zu einer persönlichen oder gegenseitigen sexuellen Interaktion wird.
darf ich mit einem orgasmus rechnen?
(Diese Frage und Antwort betrifft eher Anfragen von Männer. Den Unterschied zwischen Orgasmus und Ejakulation werde ich in einem Blog-Beitrag behandeln. Weibliche Orgasmizität ist wieder ein anderes komplexes Thema und ist hier behandelt.) Ein Orgasmus oder eine Ejakulation können während einer Tantramassage entstehen – sie sind in Ordnung, aber kein Ziel der Massage und werden von mir nicht bewusst angestrebt. Im Mittelpunkt stehen achtsame Berührung, Präsenz und das Erleben der eigenen Körper- und Lebensenergie und ihre Kultivierung. Viele Menschen empfinden es als besonders befreiend, sexuelle Energie wahrnehmen und sinnlich sein zu dürfen, ohne Leistungsdruck, Erwartungen oder das Ziel, einen Orgasmus erreichen zu müssen. Jede Tantramassage ist einzigartig. Manche Menschen erleben tiefe Entspannung, andere intensive Sinnlichkeit oder emotionale Berührung. Was sich zeigt, darf entstehen – ohne Druck und ohne festgelegtes Ziel. Anfragen, bei denen ausschließlich ein „Happy End“ oder sexuelle Befriedigung im Vordergrund stehen, entsprechen nicht meinem Verständnis einer Tantramassage und nehme ich daher nicht an.
was ist eine tantramassage nicht?
Eine Tantramassage ist keine sexuelle Dienstleistung und kein „Happy End“-Angebot. Sie dient weder der Befriedigung privater Gelüste und Triebe noch der Erfüllung erotischer Szenarien oder Fantasien. Ebenso geht es nicht um gegenseitige sexuelle Handlungen, bzw. dient Tantramasseuerin nicht als PartnerIn-Ersatz. Obwohl sexuelle Energie während einer Tantramassage präsent sein kann, steht sie nicht im Dienst sexueller Befriedigung, sondern wird als natürliche Lebensenergie achtsam wahrgenommen und bewusst begleitet. Eine Tantramassage ist auch keine klassische Wellnessmassage oder medizinische Behandlung. Sie kann zwar tief entspannend wirken und das körperliche und seelische Wohlbefinden fördern, ersetzt jedoch weder eine ärztliche oder physiotherapeutische Behandlung.
Worin unterscheidet sich eine erotische Massage von einer Tantramassage?
Die Absicht:
Ein tantrisches Berührungsritual dient der bewussten Begegnung mit sich selbst. Es lädt dazu ein, den eigenen Körper achtsam wahrzunehmen, Spannungen loszulassen und die Verbindung zwischen Körper, Emotionen und Bewusstsein zu vertiefen. Im Mittelpunkt stehen: Entspannung und Regulation des Nervensystems, Achtsamkeit und Körperbewusstsein, Selbsterfahrung und persönliche Entwicklung, die Fähigkeit, Berührung bewusst zu empfangen, ein geschützter Raum ohne Leistungsdruck oder Erwartungen. Das Ritual folgt einem klaren Rahmen, in dem Respekt, Präsenz, Langsamkeit und Einvernehmen an erster Stelle stehen.
Bei einer erotischen Massage steht das sinnliche oder sexuelle Erleben im Vordergrund. Die Absicht richtet sich in erster Linie auf erotische Stimulation und körperlichen Lustgewinn.
Der Auftritt:
Professionelle TantramasseurInnen verfügen in der Regel über eine professionelle Webseite, auf der sie sich als Einzelpersonen mit einer eigenen, etablierten Praxis präsentieren. Sie zeigen offen ihr Gesicht, ihre Arbeitsweise und ihre Intention. Ihre Tätigkeit ist behördlich angemeldet und erfolgt im Rahmen der geltenden gesetzlichen, gewerberechtlichen und steuerlichen Bestimmungen. Sie präsentieren sich nicht als erotische Objekte und werben nicht mit ihrem Körper oder ihrer erotischen Ausstrahlung, sondern mit ihrem Fachwissen, ihrer Erfahrung und ihrer Kompetenz. Termine werden meist nicht kurzfristig vergeben, sondern nach einem persönlichen Telefongespräch oder einem E-Mail-Austausch vereinbart. Wenn sich die Zusammenarbeit für eine der beiden Seiten nicht stimmig anfühlt, kann es auch sein, dass kein Termin zustande kommt.
Anbieter erotischer Massagen treten hingegen häufig anonym auf oder werben mit erotischen Bildern. In manchen Studios können Kund zwischen mehreren MasseurInnen anhand ihres Erscheinungsbildes wählen. Oft sind kurzfristige oder spontane Termine möglich. Manche Angebote bezeichnen sich als „Tantra“, obwohl sie lediglich einzelne Elemente, Vocabular oder Accessoires aus dem Tantra-Kontext – beispielsweise Federn oder Fellhandschuhe – verwenden, ohne dass eine fundierte tantrische Ausbildung oder Arbeitsweise dahintersteht.
Professionalität/Ethik:
Professionelle TantramasseurInnen verfügen häufig über umfangreiche Aus- und Weiterbildungen und bilden sich kontinuierlich fort. Sie können mit Übertragung, Gegenübertragung und Projektionen im zwischemenschlichen Setting umgehen. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Qualifikation ist zudem die eigene Selbsterfahrung. Sie haben unterschiedliche Formen bewusster Berührung selbst erfahren und deren Wirkung am eigenen Körper erlebt. Sie können selbst mit eigener sexuelleln Energie arbeiten und Exstase leben. Viele verstehen ihre Tätigkeit als Berufung. Sie haben eine klare Motivation für ihre Arbeit, die häufig mit einer persönlichen Vision sowie einem bewussten Lebensstil – auch im Umgang mit Sexualität – verbunden ist. Ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist die Berufsethik. Sie achten sowohl auf ihre eigenen körperlichen und energetischen Grenzen als auch auf jene ihrer Klient. Grenzen und Bedürfnisse werden vor der Sitzung bewusst offen besprochen und während der Behandlung respektiert. Der Mensch wird in seiner Ganzheit wahrgenommen und mit Wertschätzung, Achtsamkeit und Respekt begleitet. Verletzlichkeit oder emotionale Abhängigkeit werden nicht ausgenutzt. Der Körper einer Tantramasseurin oder eines Tantramasseurs ist nicht ein Teil der Behandlung und der Körper der Klientin oder des Klients wird nicht für eigene sexuellen Bedürfnise genützt.
Professionelle Tantramasseurinnen begegnen jedem Menschen mit derselben Achtsamkeit, Wertschätzung und Offenheit. Sie sehen in jedem Menschen einen einzigartigen Ausdruck des Lebens und begegnen ihm unabhängig von Aussehen, Alter, Geschlecht, Herkunft oder körperlicher Beschaffenheit mit Respekt und Würde. Ihre Begleitung basiert nicht auf persönlicher Sympathie oder individuellen Vorlieben, sondern auf einer professionellen, präsenten und urteilsfreien Haltung. Im Mittelpunkt steht der Mensch in seiner Ganzheit – mit seiner Geschichte, seinen Bedürfnissen und seinem individuellen Entwicklungsweg.
Im Bereich erotischer Massagen wird man kurz eingeschult, meistens vom Personal im Salon. Der Schwerpunkt liegt jedoch in der Regel auf dem erotischen Erlebnis mit dem Ziel, einen Orgasmus im klassischem Verständnis (sprich Ejakulation bei Männer) herbeizuführen und nicht auf therapeutischer oder prozessorientierter Begleitung. Themen wie unbewusste Muster, emotionale Prozesse oder die tiefergehende Wirkung von Berührung auf Körper, Psyche und Nervensystem sind daher häufig nicht Bestandteil des Angebots. Auch stellen oft erotische MasseurInnen ihren Körper zur Verfügung als Teil des Erlebnis und es kann zum Verfließen der Rollen kommen. Erotische MasseuerInnen behandeln Klientel oft auf Grund von persönlichen Symphatie und sie sind sich oft nicht von Übertragungen und Projektionen bewusst.
ist eine tantramassage fremdgehen?
Eine Tantramassage ist kein Fremdgehen. Sie findet in einem klar definierten, professionellen Rahmen statt und hat einen bewussten Anfang sowie ein bewusstes Ende. Zwischen der Tantramasseurin und dem Klienten oder der Klientin entsteht keine private oder partnerschaftliche Beziehung. Die Begleitung dient ausschließlich dem Wohl und dem Prozess der empfangenden Person. Eine professionelle Tantramasseurin wahrt klare Grenzen: Sie geht keine privaten Kontakte mit ihrer Klientel ein, fördert keine emotionale Abhängigkeit und unterstützt keine romantischen oder verliebten Projektionen. Ihr Anliegen ist es, einen sicheren, respektvollen und geschützten Raum zu schaffen, in dem Selbsterfahrung, Körperbewusstsein und persönliche Entwicklung im Mittelpunkt stehen.
Kontakt
TEL. NR.: +43 660 1141772 E-MAILADRESSE: artoftouch.wien(et)gmail.com ADRESSE: Praxis "Body and Soul in Flow" Raaberbahngasse 12, 1100 Wien ERREICHBARKEIT: Montag bis Freitag (außer Feiertage) von 9 bis 18 Uhr